Achtsame Schule

Eine Schule kann nur in dem Maße eine gute Schule sein, wie ihr auch die Förderung der Gesundheit ihrer Lehrkräfte und Schüler*innen und die Gestaltung positiver Beziehungen aller Beteiligten – von Leitung über Kollegium zu Klasse und Eltern – gelingt.

Die Schule ist ein Ort der Begegnung und des Lehrens & Lernens. Aufgrund vielfältiger Bedingungen stellt der Lehrberuf heute neben fachlicher und organisatorischer Kompetenz auch in emotionaler Hinsicht sehr hohe Anforderungen an die Lehrpersonen. Die Aufgaben von Lehrer*innen werden immer komplexer: Schulalltag bedeutet nicht nur Unterrichtsgestaltung, sondern auch die Bewältigung von Integration und Inklusion, sowie vielfältiger Verwaltungsaufgaben. Gleichzeitig ist die Lehrkraft gefordert, die Schüler*innen in ihrer Persönlichkeitsentfaltung oder bei Konflikten auf Klassenebene optimal zu begleiten – und das alles nicht selten bei hohem Lärmpegel. Es ist somit nicht verwunderlich, dass viele Lehrer*innen unter Stress oder psychischen Belastungen leiden.

Angebot

Achtsamkeitspraxis kann ein sehr wirkungsvolles Mittel zur individuellen  Stressreduktion sein, und zur besseren Begegnung der Anforderungen des Schulalltags. Das Angebot umfasst Workshops & Seminare, in denen die Grundlagen der Achtsamkeit in Theorie und Praxis vermittelt werden, bei gleichzeitiger Anpassung auf die spezifischen Bedingungen der jeweiligen Schule.

Achtsamkeit in der Schule lässt sich auf mindestens zwei Ebenen realisieren:

  • Achtsamkeit für Lehrer*innen & Pädagog*innen
    Ziel ist die Vermittlung theoretischen Wissens und das Erlernen verschiedener Achtsamkeitsbasierter Methoden, um diese im Schulalltag einsetzen zu lernen. Resultat ist die Entfaltung einer Bewusstheit und Präsenz, welche die Selbst- und Fremdwahrnehmung verbessert und hilft, mit Emotionen gerade in belastenden Situation besser umzugehen.

Auf Wunsch begleite ich gerne ein(en Teil des) Kollegium(s) über einen gewissen Zeitraum, um die Inhalte optimal im Ablauf zu verankern. Dazu kann auch gehören, das Gelernte nicht nur für sich selbst im Unterricht anzuwenden, sondern an die Klasse weiterzugeben:

  • Achtsamkeit als Methode & Inhalt für den Unterricht
    Natürlich machen die gesundheitsförderlichen und bildungsrelevanten Effekte von Achtsamkeit nicht vor den Schüler*innen halt. In zahlreichen Studien erhielt die Wirkung von Achtsamkeitsübungen im Schulalltag durchaus unterstützende Befunde (bspw. auf Konzentration, Kreativität oder gesundheitsrelevante Variablen).

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, achtsamkeitsbasierte Methoden ohne aufwändige Vorbereitungen in den Unterricht zu integrieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Lehrkräfte oder Pädagog*innen bereits ein grundlegendes Verständnis für Achtsamkeit entwickelt haben, und auf eine Phase der persönlichen Erfahrung mit der Methode zurückblicken können. Daraus ergibt sich neben einer Reihe bewährter altersadäquater Ansätze der Vermittlung von Achtsamkeitsübungen auch die Entwicklung eines persönlichen Zugangs, welcher aus den individuellen Schwerpunkten und Interessen der einzelnen erwächst. Das Angebot umfasst die Vermittlung der Grundlagen von Achtsamkeit im Unterricht, sowie die Beratung zur Entwicklung eines eigenen achtsamkeitsbasierten Curriculums.

Bei Interesse setzen Sie sich gerne über folgendes Formular mit mir in Verbindung:

Hier ein Artikel zu Achtsamkeit in der Schule, erschienen im April 2016 im Mabuse-Verlag.

Außerdem finden Sie unter diesem link einen Dokumentarfilm von Anja Krug-Metzinger, der über verschiedene europa- und weltweite Projekte und Initiativen auf dem Gebiet Achtsamkeit und Schulbildung informiert.

Das Vermögen, eine wandernde Aufmerksamkeit willentlich zurückzubringen, wieder und immer wieder, ist die eigentliche Wurzel von Urteilskraft, Charakter und Wille. Niemand ist bei klarem Verstand, der dieses Vermögen nicht besitzt. Eine Erziehung, die dieses Vermögen ausbildet, wäre die Erziehung par excellence.

William James (1890)